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Sonja Lemke
Kommunalwahl 2020

Bergmannsgrün – DIE LINKE+ steht an der Seite der Mieter*innen

Die Einleitung einer Bauleitplanung ist eigentlich kein ungewöhnlicher Vorgang im Ausschuss  für Klimaschutz, Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen (AKUSW) – doch dieses Mal kam die Vorlage auf Wunsch von VivaWest.

VivaWest ist einer der großen Player im Immobilienmarkt mit über 120.000 Wohnungen und

besitzt in Dortmund unter anderem die Siedlung Bergmannsgrün in Huckarde – entgegen des Namens eine alte Eisenbahnersiedlung, die in den 1970er-Jahren errichtet wurde. VivaWest möchte diese modernisieren. Dafür soll eine ganze Reihe an Miethäusern abgerissen werden. Im Rest des Quartier wird energetisch saniert und ein Stockwerk draufgesetzt. Entstehen soll ein Modellquartier, das auch für die Internationale Gartenausstellung 2027 vorzeigbar ist.
 

Für den Abriss müssen die Mieter*innen ihre Wohnungen verlassen. VivaWest verspricht, dass dies sozialverträglich passiert, aber ein konkretes Sozialkonzept lag dem Ausschuss nicht vor. DIE LINKE+ versuchte, die Entscheidung zu schieben, aber dieser Antrag wurde abgelehnt.

Die Mieter*innen organisieren sich derweil. Sie protestieren mit Transparenten beim Infomarkt der VivaWest und laden Kommunalpolitiker*innen ein. Auch unser Ratsmitglied Sonja Lemke ist für DIE LINKE+ zu Gast. Klar wird auf diesem Treffen vor allem eins – wie sehr die anderen Fraktionen den Versprechungen von VivaWest unhinterfragt glauben und wie gering das Verständnis dafür ist, dass Menschen, die Wohnungen, in denen sie schon sehr lange leben, nicht einfach verlassen wollen.

Die Nachfrage von DIE LINKE+ im Ausschuss erreichte zumindest eine Berichterstattung von Seiten VivaWests. Der Vorschlag, auch jemanden vom Mieterverein zu Wort kommen zu lassen, kam leider nicht zu tragen. So konnte VivaWest unwidersprochen ihren  Werbeprospekt vortragen. Doch auch die Mietpreise kamen zur Sprache. Im Moment zahlt man im Bergmannsgrün durchschnittlich 5,80€/m². In den energetisch sanierten Häusern soll die Miete um 2€/m² steigen. Es ist nicht vorgesehen, dass Mieter*innen aus den abgerissenen Häusern in die neu errichteten ziehen. Denn die neuen Mieten von 11€/m² können sich wohl die wenigsten leisten.

Abriss und Neubau ist ein bekanntes Mittel großer Immobilienkonzerne, um Mietdeckelungen zu umgehen und Mieten stark zu erhöhen. Dieses Mittel wird nun auch in Dortmund angewandt. DIE LINKE+ steht an der Seite der Mieter*innen und stellt sich der Verteuerung der Dortmunder Mieten entgegen!