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Angelika Remiszewski

Tierschutzpartei ruft zu Socken- und Hundefutterspenden für die Obdachlosenhilfe auf

Am 3. Dezember ist Dach-über-dem-Kopf-Tag: Die Tierschutzpartei - die zur Dortmunder Ratsfraktion DIE LINKE+ gehört - ruft zu Socken- und Hundefutterspenden für die Obdachlosenhilfe auf

Bereits im Sommer titelte der Lokalradiosender Radio 91,2 „Obdachlosigkeit in Dortmund steigt“, dabei kann die Anzahl der Menschen ohne eigenen Wohnraum in unserer Stadt nur geschätzt werden. Während Studierende der FH Dortmund im Jahr 2019 noch eine Zahl von mindestens 600 ermittelten, Bürgerinitiativen aktuell von rund 900 Menschen ausgehen, beziffern die Nordstadtblogger mit Berufung auf den Verein Bodo e.V. eine erschreckende Summe von 1.666 Menschen ohne eigene Wohnung. In ganz NRW sollen dabei über 50.000 Menschen auf der Straße leben.

Vor dem Hintergrund der aktuell fallenden Temperaturen ruft der Kreisverband der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) dazu auf, warme Socken und Hundefutter zu spenden. Diese sollen am 3. Dezember dem Verein „Hand in Hand für Menschen e.V.“ übergeben werden. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Obdachlosenhilfe betreuen seit der Gründung im Jahr 2014 am Vereinssitz in der Gronaustraße 44 viele hunderte Menschen in Dortmund und versorgen diese mehrfach wöchentlich mit warmen Mahlzeiten und Kleidung.

Der 3. Dezember ist in den USA der National Roof Over Your Head Day, was mit Dach-über-dem-Kopf-Tag übersetzt werden kann. Dieser landesweite Aktionstag soll daran erinnern, dass es für viele Menschen keine Selbstverständlichkeit ist, ein schützendes Dach über dem Kopf zu haben. Bis zu diesem Tag sammelt die Partei Spenden, um sie dem Verein zu übergeben. Besonders gewünscht sind dabei Herrensocken in der Größe 43-46, welche aus hygienischen Gründen unbenutzt sein sollen, sowie verschlossenes Nass- und Trockenfutter für Hunde.Die Spenden können in der Geschäftsstelle der Fraktion Die Linke+ am Südwall 21/23 abgegeben werden. Eine vorherige telefonische Anmeldung unter 0231-5027241 wird empfohlen.

„Unser Spendenaufruf hilft hoffentlich einige besonders akute Probleme zu lösen, jedoch muss hier ein grundlegender Wandel stattfinden. Wir brauchen keine Sicherheitsdienste, die obdachlose Menschen von ihren Schlafplätzen vertreiben, sondern Wohnraum“, so Angelika Remiszewski, Kreisvorsitzende der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) und sachkundige Bürgerin der Fraktion Linke+ im Rat der Stadt Dortmund, und ergänzt: „Im Sozialausschuss wurde bereits vor längerer Zeit auf Basis eines gemeinsamen Antrages von Grünen, CDU und Linke+ mit Housing First ein Konzept verabschiedet, um diese Menschen in einen eigenen Wohnraum zu bringen und so dauerhaft von der Straße zu holen. Die Stadtverwaltung muss hier jetzt zeitnah tätig werden“.

„Solange nicht ausreichend Wohnungen für die vielen hunderten Obdachlosen zur Verfügung stehen, ist es zudem wichtig, dass in Not- und Wärmeunterkünfte auch die vierbeinigen Begleiter erlaubt sind und die Hilfsvereine über ausreichend finanzielle Mittel verfügen“, ergänzt Sebastian Everding aus dem Team der Tierschutzpartei und weist darauf hin, dass hilfsbereite Bürgerinnen und Bürger in ganz NRW regionale Hilfsvereine kontaktieren können, um nachzufragen, was dort aktuell benötigt wird. „Während fast überall ein regelmäßiger Bedarf an Hygieneartikeln besteht, benötigen viele Initiativen auch warme Winterkleidung oder haltbare Lebensmittel. Hier geben die Ehrenamtlichen vor Ort sicher gerne Auskunft, womit am besten geholfen werden kann“, so Everding.

Mit besonderem Nachdruck möchte die Partei auch auf die aktuell laufende Petition der Bürgerinitiative „Schlafen statt Strafen“ an den Oberbürgermeister und den Vorsitzenden des Cityrings gegen die Verdrängung von Obdachlosen in Dortmund hinweisen. Diese ist unter folgendem Link zu finden:

​​​​​​​https://weact.campact.de/petitions/schlafen-statt-strafen-stoppt-die-verdrangung-von-obdachlosen-in-dortmund