Lage am Arbeitsmarkt ist schwierig – Armut weiterhin hoch in Dortmund

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Im Dezember waren in Dortmund 37.301 Menschen arbeitslos gemeldet (11,5%). Weitere 49.088 Menschen leiden unter Unterbeschäftigung (14,7%). „Damit sind mehr als 25 Prozent der erwerbsfähigen Menschen in Dortmund entweder arbeitslos oder unterbeschäftigt. Das ist ein seit Jahren dramatischer Befund. Dem gegenüber freut sich die Stadt Dortmund über stetig steigende Gewerbesteuereinahmen und feiert einen Rekord nach dem anderen. Die gute wirtschaftliche Entwicklung in der Stadt kommt aber bei den Menschen nicht an“, kritisiert der Fraktionsvorsitzende Utz Kowalewski von DIE LINKE+.

In der Folge beziehen derzeit beim Jobcenter 82.322 Menschen Hartz IV / Bürgergeld und leben somit vom absoluten Existenzminimum. „Es herrscht bei einem dramatisch hohen Anteil in der Dortmunder Bevölkerung also Armut. Jedes dritte Kind ist davon betroffen. Auch die Obdachlosigkeit steigt weiterhin an. Das kann jeder schon mit bloßem Auge erkennen, wenn er durch die Innenstadt geht“, meint Kowalewski.

Die Fraktion DIE LINKE+ fordert daher eine konzertierte Aktion von Politik, Wirtschaftsförderung und Wirtschaftsverbänden, um mehr Menschen in sozialversicherungspflichtige Jobs zu bringen. „Wenn wir einen Zerfall der Gesellschaft verhindern wollen, dann reichen wohlfeile Appelle und Unternehmerfrühstücke nicht aus - wir müssen das Übel an der Wurzel packen, und das ist die Massenarbeitslosigkeit in der Stadt," so Kowalewski abschließend.