LINKE+ fordert mehr Fassadenbegrünung

AntragKlima, Umwelt

Zum Thema "Fassadenbegrünung" hat die Fraktion DIE LINKE+ für den Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen am 29. November folgenden Antrag vorbereitet:

Sehr geehrte Frau Vorsitzende,

in Dortmund ist für neue Baugebiete längst vorgesehen, dass über die
Gestaltungssatzungen und städtebaulichen Verträge die Dächer mit
extensivem Grün und/oder Photovoltaik ausgestattet werden. Bislang
unberücksichtigt blieben die eigentlichen Gebäudefassaden. Die
Ausschussfahrten des AKUSW nach Utrecht/Rotterdam und des AFBL nach
Freiburg haben umso deutlicher gemacht, dass es kostengünstige und
effektive Möglichkeiten der Fassadenbegrünung gibt, die bislang in
Dortmund nicht berücksichtigt werden. Dazu werden Rankpflanzen entlang
von gespannten Stahlseilen parallel zur Fassade nach oben geführt – die
eigentliche Fassade bleibt davon unberührt.


Beschluss:
1) Für künftige Bebauungspläne ist die Begrünung von Fassaden pflichtig
vorzusehen.
2) Bei Bebauungsplanänderungen sind Fassadenbegrünungen für neue
Projekte ebenfalls vorzusehen.
3) Bei Projekten nach §34 BauG ist den Investoren eine Fassadenbegrünung
im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens nahe zu legen.
4) In der Cityrunde soll stadtseitig eine Diskussion mit den
Gewerbetreibenden anregt werden, inwieweit zur Attraktivierung der City
über mehr Aufenthaltsqualität durch Fassadenbegrünungen Bereitschaft
besteht, diese auch im Bestand zu verwirklichen: Stichworte Boulevard
Kampstraße, Westen- und Ostenhellweg.

Begründung:

Der Klimawandel schreitet weiter fort. Die vom Rat beschlossene
Ausweitung des Straßenbaumbestandes kommt nicht so richtig vom Fleck.
Verwaltungsseitig werden Untergrundbeschaffenheiten, verlegte Leitungen
und viele andere Aspekte als Hemmnisse angeführt. Eine gute Ergänzung
zur Begrünung des öffentlichen Raumes vor dem Hintergrund der
Klimaresilienz durch Verdunstungskälte ist die Fassadenbegrünung. Wer
die Beispiele aus Freiburg oder Rotterdam kennt wird sofort auch den
darüber hinaus gehenden Nutzen in Bezug auf Flair und
Aufenthaltsqualität in derart begrünten Straßenräumen erkennen.